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Tipps für Alle - wie kann ich vorbeugen?

Starke Wärme, die sich wie im Sommer 2018 und zuletzt im Juli 2019 über eine Periode von mehr als 10 Tagen erstreckt und bei der auch die Nachttemperaturen nicht unter 20° C sinken, stellt eine sehr hohe Belastung für den Körper dar. Für gesunde Menschen, die auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und anstrengende Aktivitäten während der hohen Temperaturen weitgehend vermeiden, besteht im allgemeinen keine gesundheitliche Gefahr. Jedoch gibt es bestimmte Risikogruppen, die empfindlicher auf starke Wärme reagieren.

 

Risikogruppen:

  • ältere und pflegebedürftige Menschen
  • Kinder
  • Menschen mit bekannten Störungen der Hitzeanpassung
  • Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz- und Kreislauferkrankungen, Demenz
  • andere chronisch Kranke
  • Menschen, die Medikamente einnehmen, welche Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und den Flüssigkeitshaushalt des Körpers haben
  • Menschen mit einem hohen Alkohol- und/oder Kaffeekonsum

Im Folgenden finden Sie Verhaltensempfehlungen, mit Hilfe derer Sie Gesundheitsrisiken vermeiden und sicher durch den Sommer kommen können.


Verhaltensempfehlungen:

  • Versuchen Sie über den Tag verteilt mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Am Besten eignen sich Wasser, Kräuter- und Früchtetees sowie verdünnte Fruchtsäfte. Vermeiden Sie hingegen alkoholische, koffeinhaltige und stark gesüßte Getränke. Vermeiden Sie auch eiskalte Getränke, denn diese veranlassen den Körper, mehr Wärme zu produzieren. Trinken Sie jede Stunde etwas, auch wenn Sie (noch) keinen Durst verspüren. Falls Sie krankheitsbedingt nur wenig Flüssigkeit zu sich nehmen dürfen, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, um die optimale Trinkmenge zu klären.
  • Essen Sie während des Tages mehrere kleine und leichte Mahlzeiten. Am Besten sind viele Obst- und Gemüsesorten. Diese weisen einen hohen Wasseranteil und wertvolle Mineralien auf, die Sie aufgrund des vermehrten Schwitzens besonders benötigen.
  • Passen Sie Ihre Aktivitäten den Tageszeiten und Temperaturen an. Vermeiden Sie, wenn möglich, große Anstrengungen und halten Sie sich überwiegend an schattigen Orten auf.
  • Tragen Sie möglichst helle und luftige Kleidung aus Baumwolle oder anderen Naturfasern. Benutzen Sie zudem eine Sonnenbrille und Sonnencreme (mind. Lichtschutzfaktor 15).
  • Kühlen Sie Ihre Lebensmittel und verbrauchen Sie sie möglichst rasch. Bei warmen Temperaturen vermehren sich schnell Krankheitserreger wie z. B. Salmonellen, die eine Lebensmittelvergiftung verursachen können.
  • Lüften Sie ausgiebig in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Sinnvoll ist besonders das Querlüften (Öffnen gegenüberliegender Fenster und Türen). Verschließen Sie während des Tages die Fenster und vermeiden Sie durch Vorhänge und Rollläden eine direkte Sonneneinstrahlung.
  • Schalten Sie Wärmequellen im Innenraum (z. B. nicht benötigte elektronische Geräte und Lampen) ab.
  • Duschen Sie sich eventuell kühl ab. Als Alternative zum Duschen können Sie Arm- und Fußbäder nehmen. Auch über die Handgelenke laufendes Wasser oder auf die Haut gelegte nasse Tücher wirken erfrischend.
  • Falls Sie Medikamente einnehmen, die mit dem Wärme- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers in Verbindung stehen, kontaktieren Sie bitte Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, um die weitere Einnahme zu besprechen. Setzen Sie die Medikamente jedoch keinesfalls selbstständig ab.
  • Besuchen Sie ältere Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn, und haben Sie ein Auge auf ihr Trinkverhalten.
  • Lassen Sie auf keinen Fall Kinder oder Haustiere im Auto zurück. Auch ältere Menschen sollten es vermeiden, länger in einem aufgeheizten Auto zu warten.

Typische Symptome und wichtige Sofortmaßnahmen für verschiedene Hitzeerkrankungen finden Sie unter "Hitzebedingte Erkrankungen".


(Quelle: Landesportal Brandenburg; Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren in Baden-Württemberg)



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