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Erhöht sich die globale Mitteltemperatur um weitere zwei Grad Celsius, erwarten die Wissenschaftler, dass das gesamte Eis in Grönland abschmelzen und damit einige Inselstaaten im Pazifik untergehen würden. [Quelle: Jürgen von Rutenberg. Besuchen Sie Tuvalu, solange es noch da ist. (von Ruthenberg J (2008): DIE ZEIT, 25)

Climate Change 2007: The Physical Science Basis

(Intergovernmental Panel on Climate Change, 2007)

Informationen zu den Grundlagen der Klimawissenschaft, zur Erderwärmung, Klimapolitik und zum individuellen Klimaschutz finden Sie auf dieser Internetseite: Klimaschutz

(Umweltbundesamt)

Ursachen des Klimawandels

Der natürliche Treibhauseffekt ermöglicht uns Menschen ein Leben auf der Erde. Die geringe Konzentration der Treibhausgase in unserer Atmosphäre verschafft uns eine globale Mitteltemperatur von 15° C - ohne die Gase wäre nur eine durchschnittliche Temperatur von -18° C zu messen.

Von 1906 bis 2005 stieg die globale Mitteltemperatur um 0,76° C an (IPCC, 2007). Diese globale Erwärmung ist wohl größtenteils auf den Menschen zurückzuführen, da durch die vermehrte Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Öl und Kohle, aber auch durch die Vergrößerung der Landwirtschaft und Viehzucht, große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt werden, darunter vor allem

  • Kohlenstoffdioxid (CO2)
  • Lachgas (N2O)
  • Stickstoffoxide (NOx)
  • und Methan (CH4).

Die Erderwärmung schreitet seit den letzten Jahrzehnten schneller voran als in den letzten 1000 Jahren. Derzeit beobachten Wissenschaftler ein Abschmelzen der Polkappen, das auf die Erwärmung zurückgeführt wird. Weitere Folgen werden veränderte Lebensräume für Menschen und Tiere sein, denn in einigen Regionen der Erde kommt es zu vermehrten Niederschlägen und dadurch zum Anstieg der Meeresspiegel, in anderen breiten sich die Wüstenzonen weiter aus.

(Quellen: Umweltbundesamt; IPCC: Climate Change 2007: The Physical Science Basis)


(Klima-)Entwicklung und Trends in NRW

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) veröffentlichte in einer Studie aus dem Jahr 2004 die Zeitreihen der Temperatur-Messstationen in Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum von 1951-2000. Die Studie zeigt für diese Zeitspanne eindeutige Veränderungstrends im Hinblick auf die Lufttemperatur und den Niederschlag auf. Der mittlere Temperaturanstieg betrug in Nordrhein-Westfalen bis zu 1,5 Grad.
Die Änderungen weisen allerdings eine deutliche Abhängigkeit von der Jahreszeit auf. Demnach ist im Winter eine stärkere Erwärmung zu verzeichnen als im Sommer. Weiterhin ist es im Winterhalbjahr im Mittel nicht nur wärmer, sondern auch feuchter geworden. Die Niederschläge nehmen zu dieser Jahreszeit um bis zu 30% zu.
Die Wissenschaft nutzt zur Vorhersage künftiger Klimaentwicklungen so genannte Klimamodelle, die als Grundlage für die Bewertung der Risiken und Chancen bevorstehender Klimaänderungen dienen. Mittels in der Vergangenheit und Gegenwart erhobener meteorologischer Daten können durch die Klimamodelle bestimmte „Szenarien“ berechnet werden, die entweder das Klima der gesamten Erdoberfläche oder auch für einzelne Gebiete simulieren. Für Nordrhein-Westfalen wurde für den Zeitraum von 2046-2055 ein statistisches regionales Klimaszenario ermittelt, sodass Aussagen über die möglichen Veränderungen des Klimas in Nordrhein-Westfalen getroffen werden können. Dieses Szenario sagt für Nordrhein-Westfalen einen Anstieg der Jahresmitteltemperatur um bis zu +1,9°C voraus. Im Vergleich zu den Werten des Zeitraums von 1951-2000 steigen die Temperaturen in den Wintermonaten um bis zu 3 C° und in den Sommermonaten um bis zu 2,7 C° an.
Klimawandel in Nordrhein-Westfalen - Anklicken f&uumlr vergrößerte Ansicht

(Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: Klimawandel und -anpassung)



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